ZEREMONIE
Tausende von Pilgern und zahlreiche Reiter begleiten die zu prunkvollen Altären umgebauten Ochsenkarren, mit denen sich Männer und Frauen von überall her auf den Weg machen. Tagelang sind sie unterwegs, um das im Mündungsgebiet des Guadalquivir liegende El Rocio zu erreichen, ein stilles, abgelegenes Nest, das einmal im Jahr zu rauschendem Leben erwacht.
Man versammelt sich hier zu Ehren der Blanca Paloma, einer Marienfigur aus dem 13. Jahrhundert, die im Schlick gefunden wurde. Gefeiert wird schon bei Aufbruch und während des langen Weges. Das Hauptfest beginnt am Pfingstsonntag auf dem riesigen Platz von El Rocio und dauert bis zum Mittag des Pfingstmontags.
Die Pilger kommen nicht im Büssergewand, sondern in den schönsten Trachten. Unter freiem Himmel wird getanzt, unter den wohlwollenden Blicken der gnädigen Jungfrau.

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