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Magisches Andalusien Kunst, Kultur und Tradition Geschichte Sehenswürdigkeiten Tourismus Sportmöglichkeiten Naturschutzgebiete Traditionen und Feste Magisches Andalusien Andalusien, die südlichste der autonomen Regionen Spaniens, besticht vor allem durch seine Vielfältigkeit und seiner Helligkeit. Über 3000 Sonnenstunden im Jahr geniesst dieses rund 87.000 Quadratkilometer grosse Gebiet, das im Norden durch die Sierra Morena und im Süden durch das baetische Gebirge begrenzt ist und in seiner ganzen Länge von dem mächtigen Fluss Guadalquivir durchzogen wird.
Kunst, Kultur und Tradition Mehrere Jahrtausende andalusischer Geschichte haben ein immenses kunsthistorisches Erbe hinterlassen. Die Alhambra von Granada, die Mezquita (ehem. Moschee) von Córdoba oder die Giralda und die Altstadt von Sevilla sind architektonische Meilensteine der Menschheitsgeschichte. Doch auch und gerade in den Dörfern und Städten der gesamten Region spiegeln sich die inspiriertesten Momente der «andalusischen Kunst» wieder. Die prachtvolle Architektur im Zeichen des Islam, der Renaissance und vor allem des Barock, hat Paläste, Burgen und Klöster hervorgebracht, die alle andalusischen Provinzen in den Besitz eines einmaligen kunstgeschichtlichen Erbes gebracht haben. Andalusien nennt Gemälde, Skulpturen, Schmuckstücke und archäologische Funde ihr Eigen, die verteilt auf Kathedralen und Kirchen, Paläste, Klöster und Museen, eine kraftvolle künstlerische Entwicklung bezeugen. Immer muss man damit rechnen, im entlegensten Dorf auf einen bedeutenden Altar zu stoßen, auf ein Meisterwerk der Malerei oder ein Exemplar vollendeter Goldschmiedekunst. Genauso vielfältig und reichhaltig wie seine Landschaft, sind die zahllosen Feste, die in Andalusien gefeiert werden. Der andalusische Festkalender ist eine wahre Enzyklopädie des Brauchtums und des künstlerischen Ausdrucks in Stadt und Land. Auf den Frühlings- und Erntefesten, auf jeder Kirchweih, bei jedem Feiertag zu Ehren des Ortspatrons oder aus Anlaß der Weinlese, auf jeder Wall- und Pilgerfahrt, zeigen sich feinste Handarbeit, Gastronomie, Musik und religiöse Glaubensvorstellungen in ihrem vollen Glanz. Das andalusische Kunsthandwerk schließlich, vollendet den kulturellen Reichtum dieser Region. Beredtes Zeugnis hiervon sind die Keramik und Töpferkunst, die kunstvollen Arbeiten in Gold, Silber und Kupfer, das Schuster- und Sattlerhandwerk, die in Handarbeit hergestellten Decken, Umhänge und Stickereien, sowie eine lange Reihe weiterer Erzeugnisse handwerklichen Könnens, angefangen bei den Möbeln, den Produkten aus Stein und Marmor, Arbeiten aus Pflanzenfasern und Buchbindereien, bis hin zu wertvollen Musikinstrumenten, um nur einige zu nennen.
Geschichte Griechen und Karthager erlebten eine kurze doch unbestreitbar bedeutungsvolle Blütezeit im Süden Spaniens, die sich bis zu der Ankunft der Römer erstreckte. Diese brachen im 3. Jahrhundert v. Chr. mit Gewalt ein; ihre glanzvollste Zeit war die der Kaiser Trajan und Hadrian, die die gerade neuerworbene baetische Provinz mit modernster Infrastruktur ausstatteten und ihr eine gemeinsame Sprache das Lateinische, verliehen. Nur drei Jahrhunderte, von 411 bis 711, dauerte die beinahe anekdotische Anwesenheit der Wandalen und Westgoten. Epoche Andalusiens, diejenige, die auf andalusischem Boden die tiefsten, bis heute erkennbaren Spuren hinterlassen hat, die Epoche des arabischen Einflusses. Das Kalifat von Córdoba prägt sämtliche kulturellen, künstlerischen und architektonischen Äusserungen dieser Epoche und macht aus dem fruchtbaren Andalusien das prachtvollste und meist bewunderte Land seiner Zeit. Die «Reconquista», die Rückeroberung der iberischen Halbinsel durch christliche Heere, engte die Gebiete unter maurischer Herrschaft immer weiter ein, und schliesslich erfolgte die Kapitulation der maurischen Heerscharen in Granada im Jahre 1492 mit dem Einzug des spanischen Herrscherpaares, Ferdinand von Aragonien und Isabella von Kastilien, der Reyes Católicos. Unter der Schirmherrschaft der Königin Isabella bricht Christoph Kolumbus zu ungewissen Entdeckungsreisen gegen Westen auf, erreicht nach nicht wenigen Abenteuern und Missgeschicken Amerika und bestickt die neuen Gebiete, welche bis heute Sprache, Einfluss und Kultur der damaligen Siedler bewahren, mit spanischen Namen. Nach einer Blütezeit von 150 Jahren, im Laufe derer sich Sevilla zur Kulturhauptstadt der Welt entwickelte, begann der andalusische Einfluss infolge der Zusammenstösse zwischen Völkern Europas zuzunehmen. Eine lange Periode des Niedergangs setzt ein, welche in dem Einmarsch der napoleonischen Truppen kulminierte, denen erst vor den Toren der Stadt Cádiz Einhalt geboten werden konnte.
Sehenswürdigkeiten Der Einfluss solch zahlreicher Kulturen hat in allen andalusischen Städten eine beneidenswerte Anzahl von künstlerischen und architektonischen Schätzen hinterlassen. Repräsentativ sind vor allem die Alhambra in Granada (Königspalast der Nasriden), die Mezquita (Mosschee) und das Judenviertel in Córdoba, Reales Alcàzares in Sevilla, die Alcazaba (befestigte Burgen im Stadinneren) von Màlaga und Almeria sowie monumentale Städte wie Baeza oder Córdoba. Ansonsten ist die Anzahl der Kirchen und Denkmäler verschiedener Stilrichtungen, die in so gut wie jedem beliebigen Ort dieses wunderbaren Landes im Süden Spaniens schier unüberblickbar bewundert werden können.
Tourismus Mannigfaltig und unerschöpflich sind auch die kulturellen und touristischen Möglichkeiten, die sich dem Besucher bieten. Angefangen bei einer Hotelkapazität, die den hohen Anforderungen der in letzer Zeit von der andalusischen Gemeinschaft organisierten internationalen Veranstaltungen volle Genüge leistete. Der Ryder-Golf-Cup in San Roque (Cádiz), die Internationale Ausstellung (Expo92) in Sevilla, die Skiweltmeisterschaft in der Sierra Nevada, die Motorrad- und Formel 1 Rennen bei Jerez und der massenhafte Zulauf zu den zahlreichen und mannigfaltigen Touristenzentren haben eine Erweiterung und Modernisierung des bestehenden Hotelangebotes mit sich gebracht. Welches ausserdem von der Freundlichkeit und Sympathie der Leute des Südens profitiert, deren angeborene Fröhlichkeit, wie auch von der Helligkeit und den milden Temperaturen, die diesen herrlichen Teil der iberischen Halbinsel kennzeichnen. An der Costa del Sol sammelt sich der grösste Teil dieser Hotelkapazitäten, wie auch in Sevilla, Granada und Córdoba. Aber auch in den übrigen Provinzen und überhaupt in jeder Ecke Andalusien können wir noch die weisse und eigenartige Physiognomie der ländlichen oder auch hochmodernen Unterkünfte bestaunen.
Sportmöglichkeiten Ganz gleich welche Aufenthaltsform man für einen guten und wohlverdienten Urlaub aussucht, stets und überall findet man ein breit gefächertes Angebot an Sportmöglichkeiten. Höhen- und Höhlenliebhaber werden den unwiderstehlichen Reiz der Höhlen in den Sierras von Aracena und Castril geniessen, wie auch den der Höhlen im Trocal de Antequera und in der Serrania de Ronda. Hier sollte genug Zeit für den Besuch des majestätischen Ronda aufgebracht werden. Beinahe 65 Golfplätze, die Hälfte davon an der Costa del Sol werden die Herzen aller Liebhaber dieses Sports höher schlagen lassen. Dank des milden Klimas ist die Qualität des Grases in den Greens einzigartig zur grössten Freude sowohl für den erfahrenen Golfspieler als auch für den Anfänger. An der Küste Almerias können wir in die Tiefen des Cabo de Gata tauchen, oder aber wir bleiben an der Wasseroberfläche und versuchen uns in Piroutten und anderen Kunststücken auf einem Surfboard, besonders wenn wir für diesen spektakulären Sport die Strände von Tarifa ausgewählt haben. Spitzensurfer aus aller Welt nennen dies Fleckchen Erde ihr Paradies, wegen der frischen Winde, die diesen Teil der Küste von Cádiz fast ununterbrochen bewehen.
Naturschutzgebiete Beinahe 20 Prozent der Naturschutzgebiete Spaniens zählen zu Andalusien. Die Anstrengungen der Verantwortlichen für den Umweltschutz in Andalusien gelten eben dem Schutz und der Bewahrung der Umwelt, den Naturparks und den höchsten Gipfeln des spansichen Festlandes, der Sierra Nevada. Das repräsentative Naturschutzgebiet von Doñana geniesst den Schutz der UNESCO als Biospährenschutzgebiet. Die Naturparks Cazorla, Segura, Las Villas de Jaén sowie Las Nieves in Málaga und Grazalema in Cádiz bieten ebenfalls ein aussergewöhnliches Schauspiel der Natur.
Traditionen und Feste Der Zauber eines so herrlichen Landes wäre jedoch unvollendet, verzierten es nicht die traditionellen Bräuche, die seine Bewohner seit jeher bereichern. In Andalusien werden sämtliche Traditionen intensiv ausgelebt und zwar mit einer Hingabe und Fröhlickeit, die dank der Semanta Santa (Osterfest), der Feria (Aprilfest), der Romeria del Rocio und den übrigen Feiern zu Ehren der Schutzheiligen verschiedener Städte weltweit bekannt geworden ist. Bei den Festen zu Ehren der Schutzheiligen und anderen Anlässen können wir die edle Gestalt der andalusischen Hengste bewundern, zuweilen als treuen Gefährten einer hübschen Amazone, oder auch in der unvergleichbaren königlichen andalusischen Reitschule in Jerez. Der Karneval von Cádiz ist heute eines der heidnischen Feste, die von verschiedenen Faschingstrupps am ungeduldigsten erwartet werden. Bekannt ist die Hingabe, mit welcher sich ein Grossteil der Einwohner von Cádiz um die Gestaltung und Herstellung origineller Trachten bemüht, die dann auf den Faschingszügen zur Schau getragen werden. In manchen Fällen womöglich als Spiegelbild einer in Zeiten der Illusion verloren gegangener Persönlichkeit... Im Rahmen der Festlichkeiten können die Stierkämpfe natürlich nicht fehlen. Das milde Klima begünstigt eine recht lange Saison, die für gewöhnlich am Ostersonntag beginnt und im gesamten andalusischen Gebiet mit Interesse verfolgt wird. Einige Stierkämpfer, wie der legendäre Manolete, haben mit ihrem dramatischen Tod in der Arena zur Erhaltung des Zaubers dieses ansonsten so umstrittenen Festes beigetragen. Der Flamenco, wie sollte es anders sein, ist untrennbarer Bestandteil im Charakter der meisten Andalusier. Selten findet man jemanden, der hier geboren ist und nicht von Kind auf jenes verzaubernde Etwas des Flamencos (duende) besitzt. Der Andalusier ist bei jeder Gelegenheit, auf jedem Fest oder Feier bereit, die Weine der namhaften Weinkeller zu kosten, deren Herkunftsbezeichnungen aufgrund ihrer Qualität wohlbekannt sind. Bisweilen begleiten den Wein die klassischen tapas oder die raffiniert zubereiteten pescaditos (fritierte Fischchen), für die man hier eine besondere Vorliebe hat. Fügen wir nun noch die einzigartige andalusische Küche hinzu, so ist leicht zu erkennen, worin die Anziehungskraft dieses Teils Spaniens, des magischen Andalusien liegt.
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