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Die Phönizier erreichten die spanische Südküste ungefähr im 10. Jahrhundert v. Chr., wobei sie einige Verbesserungen ihrer Handelsrouten im Auge hatten. Um die Wirtschaftlichkeit ihrer Handelsoperationen gewährleisten zu können, mussten sie sich die Herrschaft über die bedeutendsten Seehäfen Europas sichern.
In dem Entschluss, aus dem an Bodenschätzen reichen südspanischen Boden Nutzen zu ziehen und angespornt durch die Nähe zu den übrigen Mittelmeerküsten, gründeten die Phönizier die älteste Stadt Europas, die noch heute bewohnt ist.
Auf die ersten Siedler folgten verschiedene Kulturen, bis das Land im 13. Jahrhundert von Alfons X. eingenommen wurde. Die Stadt ging an die Krone Spanien. Von diesem Zeitpunkt an weitete sich Cádiz um seine Kathedrale herum immer weiter aus, bis im 17. Jahrhundert ein erfolgloser Versuch, der Expansion Einhalt zu gebieten, zum Bau der Puerta de Tierra, der Landpforte und der befestigten Mauern führte. Bereits im 19. Jahrhundert zwangen die städtebaulichen Anforderungen zu einer Ausweitung in Richtung Süden der Landpforte, wodurch die Stadt ihr alte Anordnung zurückerhielt.
Als Dreijahrtausendstadt bekannt, liegt Cádiz in der weitläufigen Bucht gleichen Namens, zwischen den beiden Landspitzen Rota und San Sebastián. Mit dem Rest der Küste ist sie über eine 14 km lange Landzunge verbunden.
In dem kontrastreichen Land wechseln sich Weinberge, Wälder, Landgüter und Weideplätze ununterbrochen ab. Es ist, als ob der Schöpfer hier sämtliche Schätze der Natur auf einmal ausgeschüttet hat.
Eine Strasse führt über eine Landzunge und geht in eine Strassenschlucht über, die den Eingang in die Stadt bildet. Das Zentrum liegt an der Nordspitze der Insel wie ein gerundeter Kopf am Ende der Stecknadel.
Ein grossflächiges Gebiet im Südwesten der Stadt ist von Wassergräben, den Salinen durchzogen, auf deren Boden abgelagertes Meersalz geerntet wird. Die ausgedehnte Bucht von Cádiz wird von Kränen und einer langen Reihe von Hochhäusern gesäumt. Charakteristisch für die Stadt sind das klare Licht und der frische, salzige Wind. Wie in anderen spanischen Hafenstädten weht in Cádiz traditionell ein freiheitlicher Geist. Man lebt mit offenem Horizont und in Kontakt mit Fremden.
Spektakuläre Sehenswürdigkeiten besitzt Cádiz nicht, aber die Atmosphäre fasziniert in der belebten Innenstadt wie auf der ausgebauten Promenade, die um die Stadt herumführt. Die Badestrände erstrecken sich kilometerweit südlich der Altstadt.
Die Plaza San Antonio dient oft als Schauplatz für die städtischen Feste, für Paraden, Maskeraden und musikalischen Darbietungen. Vor allem während des berühmten, ausgelassen Karnevals von Cádiz, der im Februar zehn tage lang gefeiert wird.
Die Touristenströme ziehen normalerweise an Cádiz vorbei. Zu unbekannt ist die Tatsache, dass diese Grossstadt mit 150 000 Einwohner einen wunderschönen Strand zum Baden hat und die Luft nicht nur rein sondern auch prickelnd ist.
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