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In der Torre de Calahorra ist heutzutage ein interessantes Museum untergebracht, das Aufschluss über die Lebensweise und das Zusammenleben der Araber, Juden und Christen im früheren Spanien gibt. Urspünglich wurde dieses Bauwerk jedoch aus ganz anderen Gründe errichtet. Die Torre wurde als Verteidigungsturm zum Schutze der Stadt während des langen Krieges erbaut. Die Torre de Calahorra wird durch die römische Brücke mit der Stadt verbunden.
Unweit des Brückenendes tritt, bereits auf der Stadtseite, die Statue des Triumpfes des Heiligen Raphael hervor. Diese hohe Statue befindet sich auf einer eingezäunten Grünfläche direkt neben der Puerta del Puente, dem Tor zur Brücke.
Wenige Schrtte von diesem Ort entfernt befindet sich an der Strassenmauer um Guadalquivir die alte Mühle Molino de la Albolafia. Ihr gut erhaltenes Schöpfrad ist zu einem beliebten Anziehungspunkt für Besucher geworden, und sie wurde sogar auf alten Münzen abgedruckt. Diese Mühle war zur Zeit der Emire Córdoba von grosser Bedeutung, da von hier aus das Flusswasser zum Palast befördert wurde. An der Stelle des ehemaligen Emirpalastes erhebt sich heute in der Calle Torrijos der Bischofpalast. Schon seit der Zeit der Westgoten bot dieser Palast bedeutenden Persönlichkeiten verschiedener Kulturen eine Unterkunft. Heutzutage ist in dem bischöflichen Palast das Museum für Schöne Künste untergebracht mit zahlreichen Kunstwerken der Katholischen Kirche.
Unweit des Museums befindet sich der Kongresspalast, der in seinem Innern einen bezaubernden Patio in Form eines Kreuzganges einschliesst. Erwähnenswert ist auch das Portal Portada de San Jacinto aus dem 16. Jahrhundert. Dieser noch zum Teil von der alten Stadtmauer geschützte Teil Córdobas im Zusammenspiel aus Monumenten und Bauwerken, die die Erinnerung an die Vergangenheit wach halten. Die Gasse Calle de las Flores ist ein unvergesslich schöner Winkel und ein Strassen- und Gassengewirr mit eigentümlichen Düften.
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Alcazar de los Reyes Cristianos

Eines der Wahrzeichen Córdobas ist der Palast der Christlichen Könige, der Alcázar de los Reyes Cristianos, der im XIV. Jahrhundert erbaut wurde. Eine zeitlang brachten die katholischen Könige im Alcázar ihren Hofstaat unter, und an diesem Ort trafen sich die Monarchen Isabel und Fernando mit Christoph Kolumbus, um die Entdeckung Amerikas vorzubereiten. Unter der Herrschaft der Dynastie wurden in der Palastanlage die herrlichsten Gärten angelegt. Mit zahlreichen Springbrunnen und lieblichen Wasserspielen wird das Wesen der Maurischen Epoche heraufbeschwört. Die gesamte Anlage wird von einer Festungsmauer mit Türmen umgeben. Vier untereinander verbundene Türme ragen auf der Mauer hervor: die Torre de la Vela, Torre de los Leones, Torre del Homenaje und die Torre del Rio. 1951 ging der Alcázar in den Besitz der Stadt über und wurde anschliessend zum Museum umgestaltet, da es in seinem Innern wertvolle Kunstwerke und viel Sehenswertes birgt. Sarkophage und Mosaiken aus der Römerzeit und ein arabisches Bad bilden hierbei die ältesten Kunstschätze. Ausserhalb der Palastanlage findet alljährlich vor der beeindruckenden Kulisse der Mauerreste ein Festival für Flamenco-Gesang statt, das einzig in seiner Art ist. zu top

Judenviertel

Eines der bedeutendsten Stadttore Córdobas ist die Puerta de Almódovar, das Tor in das ehemalige Judenviertel. Es ist besonders auffallend, dass der Lauf der Jahrhunderte und die zahlreichen Spuren, die die verschiedenen Kulturen hinterlassen haben, diesem Viertel kein bisschen seiner ausserordentlichen Persönlichkeit genommen haben. Ein herrliches, sehenswertes Bauwerk innerhalb des Judenviertels ist zweifellos die alte Synagoge. Es handelt sich hierbei um die einzige noch erhaltene Synagoge Andalusiens und eine der wenigen in ganz Spanien. Es ist ein kleiner ruhiger Ort, der reich mit Gipsarbeiten verziert ist, die deutlich den Einfluss des Mudejarenstil bezeugen. Der Innenhof ist mit Motiven des gleichen Stils bestückt und enthält zahlreiche hebräische Inschriften.

Von der Synagoge aus gelangt man über die Calle de los Judios zum sogenannten Zoco, dem ehemaligen Marktplatz und Marktstrasse dieses Viertels. Heute wird der Platz von einem mit Bogengängen ausgestatteten, rechtwinkligen Gebäude umrahmt, in dem Kunstgewerbeläden eingerichtet sind. Die Strasse mündet danach in die abgeschiedene Plaza de Tiberíades. An einem nahegelegenen Platz befindet sich das Stierkampfmuseum, das Zeugnisse einer grossen, in Córdoba gelebten Tradition vorweist. Die Stadt hat zahlreiche berühmte Toreros hervorgebracht, wie etwa Lagartijo el Grande, Guerrita oder den unvergleichlichen und legendären Manolete. Die Stierkampfsaison ist stets ein grosses Ereignis und ein Grund für fröhliche Volksfeste in Córdoba.
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Weiter von den vorher genannten Bauwerken entfernt liegen mehrere Kirchen, die unbedingt in einem ausgedehnten Stadtbesuch eingeschlossen werden sollten. Eine davon ist die Kirche San Nicolás mit einem hervorragenden Glockenturm. Eine andere interessante Kirche ist San Hipólito, die in ihrem Innern die Grabstätten von Alfonso XI. und Fernando IV. beherbergt. Eines der schönsten Geschenke Córdobas an seine Besucher sind seine bezaubernden Strassen und reizvollen Patios. In jedem Winkel entdecken wir Historisches, das uns einlädt, die Phantasie spielen zu lassen. Einen unverzichtbaren Besuch bilden mit Sicherheit die schönen Innenhöfe, sei es von Herrschaftshäusern oder von schlichten volkstümlichen Häusern. Im Mai schmückt sich die Stadt festlich, denn es findet ein Schönheitswettbewerb der Patios satt. Anlässlich dieser originellen Festlichkeit versuchen die Hausbesitzer, ihre ohnehin schon prachtvollen Häuser und Innenhöfe noch mehr herauszuputzen.

Anschliessend erreicht man die Plaza de las Tendillas, ein moderner Platz im Stadtzentrum. Inmitten des Platzes thront die Bronzestatue des Gran Capitán.
Nicht weit von hier gelangt man zur bekannten Plaza del Potro, dem Fohlen-Platz, der seinen Namen von einem Springbrunnen hat, auf dessen Spitze ein Fohlen steht. Hier befindet sich auch das Gasthaus Posada del Potro, das eine lange Geschichte und Tradition nachweisen kann, denn bereits Miguel de Cervantes erwähnte es in Don Quijote. Auf der Plaza del Potro befindet sich auch das Museum für Schöne Künste mit Gemälden von Zurbarán, Zuloaga, Rusiñol oder Valdes Leal und andere Künstlern. Unweit davon befindet sich ein weiteres, interessantes Museum, das Museo Julio Romero de Torre, einer der berühmtesten Maler Córdobas, der in vielen Aspekten seiner Zeit weit voraus war und der seine Malerei insbesondere der spanischen Frau widmete.
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Im Barrio de los Plateros, dem Viertel der Silberschmiede steht die Kirche San Francisco. Anschliessend gelangt man zur Plaza de la Corredera, ein Platz der in Córdoba besonders dafür berühmt ist, dass er keinerlei der so typischen andalusischen Architektur-Elemente aufweist. Es handelt sich hierbei um einen ausgesprochen kastilischen Baustil und er ähnelt Plätzen, die man in Madrid oder Salamanca vorfinden kann. Die Plaza de la Corredera wurde ursprünglich für Stierkämpfe und vielerlei andere Darbietungen verwendet. Heutzutage ist der Platz allein schon durch seine Folklore sehenswert. Oft werden hier Flohmärkte abgehalten, auf denen man allerlei Trödel erstehen kann, und unter den Bogengängen der ihn umsäumenden Häuser bieten Restaurants und Tavernen typisches aus der andalusischen Küche.

Von hier aus geht es weiter zur Kirche San Pablo, wo sich auch das unvergleichliche Werk des Juan de Mena Nuestra Señora de las Angustias befindet. Unweit davon liegt der römischen Tempel der trotz neu erbauter Säulen noch an die Glanzzeit der römischen Kaiser erinnert. Ein wichtiges Gebäude für das gesellschaftliche Leben der Stadt ist der Circulo de la Amistad, der Freundeskreis. Er wurde im Jahre 1854 in dem ehemaligen Kloster Nuestra Señora de las Nieves eingerichtet, und fortan nahm das kulturelle Leben in diesem Gebäude stetig zu. Es hat auch künstlerisch-historische Kostbarkeiten zu bieten, unter anderem eine reichhaltige Gemäldesammlung von zeitgenössischen Malern, sowie eine Bibliothek mit mehr als 10.000 Bänden, von denen einige aus dem 16. Jahrhundert stammen.

Wenn man vor hier aus die Strassen Carbonell und Morand einschlägt, gelangt man zur Puerta del Rincon. Durch dieses Tor hindurch erreicht man einen der zurückgezogensten Plätze Córdobas, die Plaza de los Dolores, die von dem Cristo de los Faroles, dem Christus der Laternen, geziert wird. Der staunende Besucher weiss nicht, ob er in Wehklagen oder in Entzückung ausbrechen soll wegen der Atmosphäre, die einen augenblicklich umgibt. Die Stille ist hier so gegenwärtig, dass man meint, man könnte sie berühren. Und beim Anblick der Statue des barmherzigen Christus wird dem Betrachter klar, warum die Bewohner Córdobas diesem Heiligenbild ergeben sind und ihm huldigen. Der Name dieses Christus stammt von den acht Strassenlaternen, die ihn umgeben und ihm ein einzigartiges Aussehen verleihen. Auf dem selben Platz erhebt sich auch die Kirche Iglesia de los Dolores, die die Virgen de los Dolores, die schmerzensreiche Mutter Gottes in ihrem Innern beherbergt. zu top
Mezquita