Home Huelva Sevilla Cadiz Malaga Cordoba Jaen Granada Almeria Email Sitemap
titel < zurück Provinzen
index
Sehenswürdigkeiten
Ausflüge
Alhambra
Feste und Folklore
Gastronomie
Photos


La Alhambra

Auf einem in der Stadt gegenüberliegenden Hügel erhebt sich majestätisch die Alhambra. Der Name bedeutet rote Festung, was auf das zur Errichtung dieser gewaltigen Burganlage verwendete Material zurückzuführen ist.
Die einmalig schöne Landschaft, die die Alhambra umgibt, ist nur ein Auftakt zu den prächtigen Einrichtungen, die im Innern der Anlage warten. Gegenüber dem volkstümlichen Viertel Albaicín gelegen, wird die Festungsanlage vom dem Fluss Darro umspült und liegt im Schutz der benachbarten Kordillere der Sierra Nevada. Mehr als 2 km Festungsmauer umgeben eine unregelmässig angelegte Burganlage, die sich stolz zwischen Hügel und Tälern ausdehnt.
Die Palastanlage hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Durch ihre strategische Lage war die Alhambra bereits im 9. Jahrhundert während der Kriege von grosser Bedeutung. In den verschiedenen Kriegen gegen das Kalifat von Córdoba bewies die Alhambra ihren Wert als Verteidigungsanlage.
Anschliessend richtet Mohamed ben Alahamr seinen Hofstaat hier ein. Mit diesem neuen Monarchen begann eine Glanzzeit der Festungsanlage und ihrer Gebäude. Ihm sind auch die meisten der noch heute erhaltenen herrlichen Einrichtungen zu verdanken. Alhamar errichtet traumhafte Paläste für seinen Hof und zauberhafte, stets mit Wasser umspülte Gärten.
Die wichtigsten Bauwerke der Palastanlage sind zweifellos arabischer Herkunft. Nach der Einnahme der katholischen Könige bemühten sich diese auch um die Restaurierung und Erhaltung der Ausstattung. Im Jahre 1870 wurde die Alhambra zum Nationaldenkmal erklärt.

zu top

Ausserhalb der Alhambra

Rund um die Alhambra sind verschiedene Sehenswürdigkeiten zu beachten, wie zum Beispiel das Tor Puerta de las Grandas und rechts davon die berühmten Wehrtürme Torres Bermejas, die als Verstärkung der Festungsmauern dienten. Durch die Strasse der herrlichen Allee gelangt man zur Brunnenanlage Pilar de Carlos V. und durch die Puerta de la Justicia führt ein Weg direkt in das Innere der Palastanlage. Ein weiteres Tor ist die Puerta del Vino, das Zugang zur Plaza del los Aljibes gewährt.
Die ganze Anlage der Alhambra ist so faszinierend, dass dem Besucher schwer fällt zu entscheiden. Was er zuerst besichtigen soll.

Die Alcazaba

Diese Festungsanlage war ein wesentlicher Bestandteil der Alhambra, denn er diente zum Schutz der Palastbewohner vor möglichen feindlichen Angriffen. Wie jede andere Festung ist sie von einer Verteidigungsmauer umgeben, auf der sich zahlreiche Wehrtürme erheben, wie die Torre Adarguero oder die Torre del Homenaje. Herausragend ist jedoch der Turm, Torre de la Vela, von der man einen phantastischen Blick über ganz Granada geniessen kann. Auf der einen Seite das Gassenviertel El Albaicin, im Hintergrund die silbrigweissen Gipfel der Sierra Nevada sowie die Gärten und Paläste der Alhambra in ihrer ganzen Pracht.

Paläste

Als erstes ist der Palast Mexuar, der zu Regierungszeiten der Araber und noch bis in die christliche Zeit hinein als Kapelle für die Gläubigen diente. Darauf folgt bald im selben Palastabschnitt das Cuarto Dorado, der vergoldete Raum, dessen Südfassade mit herrlichen Zierkacheln geschmückt ist.
Nicht zu vergessen ist der Serallo, der einst ein Palast für diplomatische Angelegenheiten war und mit einem prächtigen Dekor aus Keramik, Stuck und Schreinerarbeiten ausgestattet ist. Von dort aus gelangt man in den Patio de los Arrayanes, ein bezaubernder Innenhof. Der Patio strömt in allen Winkeln das arabische Wesen aus. Der Grossteil wird von einem rechteckigen Teich eingenommen, in dessen ruhigem Wasser sich das Portal des Palastes und die Torre de Comares, das höchste Bauwerk der Alhambra, widerspiegeln. Durch seine Höhe und kompakte Anlage hat er eine kämpferische Ausstrahlung inmitten dieser Oase der Ruhe und des Friedens.
zu top

Der Salón de Embajadores, der Botschaftersaal ist der grösste Saal der ganzen Anlage, der zur Zeit der Maurenherrscher als Thronsaal diente. Ausserdem öffnet sich der Botschaftersaal zu drei Seiten reizvollen mit Balkons, die den Blick auf eine wahrhaft paradiesische Landschaft freigeben.
Danach folgen mehrere auserlesene Räume, unter denen der Peinador de la Reina besonders erwähnenswert ist. Dieses Gemach wurde speziell für Isabel, die Ehefrau des Kaiser Karl V. errichtet. Nach diesen Räumen gelangt man zum Harem, in dem sich einst das Privatleben des Königs abspielte, was dem Gebäude etwas Geheimnisvolles verleiht.
Auch in der Sala de Aljimeces fühlt man sich augenblicklich in längst vergangene Zeiten versetzt. Der Name bezieht sich auf zwei Zwillingsbalkone, die zum Garten gehen. Hier befindet sich auch der zauberhafte Mirador de Lindaraja, ein Ausguck auf die herrlichen Gärten. Dem Mirador gegenüber liegt die Sala de las Dos Hermanas, der Saal der beiden Schwestern, der reich mit Keramikornamenten und Stuckarbeiten geschmückt ist.
Von hier aus sind es nur noch wenige Schritte durch einen Gang bis zum Patio de Leones, den weltberühmten Löwenhof und einer der bekanntesten Orte innerhalb der Alhambra und von Granada. Wenn man sich von den 124 Säulen des Löwenhof umgeben sieht, bekommt man das Gefühl in einer Oase zu sein, zu der auch der zauberhafte, von 12 majestätischen Löwen getragene Brunnen in der Mitte des Patios beiträgt, der wohl schon millionenfach fotografiert worden ist.
Auf der Ostseite des Löwenhofs trifft man in die Sala de los Reyes, den Königsaal ein. Dieser dreiteilige Raum ist in verschiedene Abschnitte aufgeteilt und von Kuppeln überragt. Der Königsaal diente als christlicher Tempel, während die Kirche Iglesia de Santa Maria de la Alhambra erbaut wurde, nach dem die königliche Moschee zerstört worden war. Der Königsaal ist besonders interessant, weil man auf Leder gemalte Darstellungen der königlichen Familie findet.
zu top

Der Saal der Abencerrajes ist berühmt für seine düstere Legende, die ihr zugeschrieben wird. Es wird erzählt, dass der Monarch Muley Abul Hassan in diesem Raum alle Söhne seiner ersten Frau hinrichten liess.
Von hier aus gelangt man in den letzten Abschnitt des Harems, und zwar in die Sala de los Mozárabes oder Salon der Stalaktitengewölbe, das aber nicht mehr im ursprünglichen Stalaktitenstil, sondern im strahlenden Barockstil zu sehen ist.
Nachdem man den Patio de la Reja durchquert hat, gelangt man zu einer der poetischsten und intimsten Stätten der Alhambra, den Jardin de Lindaraja. Es handelt sich hier um einen sehr schönen und romantischen Garten, der reich mit Stuck- ,Backstein- und Keramikelementen verziert ist. Das sanfte Rauschen des Brunnenwassers und das Zusammenspiel von Licht und Schatten ist ein einzigartiges Schauspiel.
Die königlichen Bäder, die Baños Reales, sind reich mit bunten Zierkacheln dekoriert. Anschliessend betretet man die Jardines Del Partal, eine prächtige Grünanlage mit einem Teich. Im Hintergrund erhebt sich der Wehrturm Torre de las Damas, ein erhöhter Aussichtspunkt.
Auf der anderen Seite der Palastanlage befinden sich noch weitere ehemalige Verteidigungstürme, wie die Torre de los Picos, Torre del Cadi, Torre de las Infantas oder die Torre de la Cautiva, der Turm der Gefangenen.
Abschliessend ist noch der Konvent San Francisco zu nennen, das sich rühmen kann, das erste in Granada erbaute Kloster zu sein und in dem heute der Parador de Turismo, ein staatliches Hotel untergebracht ist. zu top

Museum

Im Palast sind zwei Museen untergebracht, das Museum der Spanisch Islamische Kunst und das Museum der Schönen Künste. Im ersten wird eine wertvolle Kollektion von Keramik- Atauriquestücken ausgestellt, die bei Ausgrabungen in der Alhambra gefunden wurden. Im Museum der Schönen Künste sind Malereien der einheimischen Künstler ausgestellt.

Generalife

Ausserhalb der Alhambra aber zu ihr gehörend wie ein unzertrennliches Paar, liegt die berühmte Generalife.
Zwar befinden sich in der Anlage auch Überreste ehemaliger prächtiger Paläste, wie zum Beispiel der Palacio de los Alijares, der heutzutage den städtischen Friedhof beherbergt. Aber der wirkliche Reiz des Generalife geht zweifellos von seinen bezaubernden Gärten aus. Der Eingang zum Paseo de los Cipreses, der Zypressenallee, bewahrt hoch heute einen Hauch von Mysterien und Romantik, die den Besucher betören. Im Patio de la Acequia, dem Hof der Bewässerungsgraben, blüht der ganze Garten in voller Pracht und im Mittelpunkt sind die vielen, lieblichen Springbrunnen mit ihrem zarten Strahl. Das Nordportal ist der besterhaltene Bau im Generalife und kann als Miniaturpalast bezeichnet werden. Auf dem Rundgang ist auch der schöne Patio de la Sultana und weitere zahlreiche Gärten von beeindruckender Schönheit zu bewundern. Auch Aussichtspunkte und Glorietten bilden den Glanz dieser Anlage, so dass es nicht verwunderlich ist, dass die Stadt den Generalife als Schauplatz für ihre alljährlich stattfindenden Musik- und Tanzfestspiele ausgewählt haben.

zu top
Alhambra