|
|
 |
Granada ist eine dieser privilegierten Städte, in denen die Natur und der Mensch es jahrhundertelang darauf angelegt haben, ihr Pracht und Grösse zu verleihen. Eine kraftvolle Stadt, die mit grossem Stolz auf ihre hervorragende und bewegte Vergangenheit zurückblickt und die sich noch heute in ihrer ganzen Schönheit dem Besucher darbietet. Innerhalb das Stadtgebietes findet man alles, was das wahre andalusische Wesen ausmacht.
Geographisch liegt Granada am Fuß der Sierra Nevada, dem höchsten Bergmassiv Spaniens, der höchste Berg Mulhacén ist 3478 m hoch, mit einem hervorragenden Wintersportangebot.
Granada breitet sich heiter und beschwingt zwischen dem Meer und dem Hochgebirge aus, was der Stadt einen reizvollen Kontrast verleiht, den man nicht unbedingt an der Küste vorfindet. Mit beginn des Frühlings bietet Granada dem Besucher ein einzigartiges Schauspiel, an einem einzigen Tag Schnee und Skipisten und danach Strände und das Mittelmeer zu geniessen.
Um den Ursprüngen Granadas nachzuspüren, muss man weit bis in die vorgeschichtliche Zeit zurückgehen. Es wurden zahlreiche Beweise für die Besiedlung des Berglandes um Granada während der Bronzezeit gefunden. Die Nähe des Mittelmeer brachte es mit sich, dass auch Phönizier, Griechen und Karthager sich hier ansiedelten und in Granada und Umgebung einen idealen Handelsplatz vorfanden.
Auch die Römer hinterliessen ihre Spuren in der Stadt. Anschliessend liessen sich die Westgoten in Granada nieder. Zunächst nutzten sie die von frühren Zivilisationen hinterlassenen Einrichtungen und Bauten. Später errichteten sie eine starke Befestigungsmauer um die damalige Siedlung und bereiteten sie für ihre Herrschaftsstellung, die sie unter späteren Kulturen einnehmen sollte, vor. Zu diesen Kulturen zählte vor allem die arabische, die Granada wie kaum eine andere geprägt hat. Wie andere andalusische Provinzen erreichte Granada unter der Maurenherrschaft ihre grösste Blüte und Pracht. Acht Jahrhunderte unter dem Einfluss der arabischen Kultur haben überall in der Stadt ihre Spuren hinterlassen und so einzigartige Bauwerke und Anlagen geschaffen wie die Alhambra.
Bei der Rückeroberung im Jahre 1491 ging Granada als letzte Maurenstadt in den Besitz der katholischen Könige über. In vielen Volksliedern und Gedichten wird daran erinnert, wie der letzte arabische König Boabdil nach seiner Niederlage die Stadt mit Tränen in den Augen verliess. Danach brach für die Stadt eine Kulturperiode an. Zahlreiche neue, christlichen Bauten wurden errichtet, die der Stadt noch heute ihr charakteristisches Aussehen geben mit einer reichen Architektur, aber erstaunlichen Gegensätzen, die immer wieder sichtbar werden.
Spazieren Sie durch wunderschöne Gärten und blumengeschmückte enge Straßen, genießen Sie in einer der zahlreichen typischen Tavernen Treveléz-Schinken mit Wein aus der Umgebung, und atmen Sie die Atmosphäre jahrhundertealter Geschichte, von der Sie überall umgeben sind.
Das reiche kulturelle und historische Erbe der Stadt, verbunden mit einer industriellen und wirtschaftlichen Dynamik, die sich im Laufe der Jahre stetig gesteigert hat, haben aus Granada eine der bedeutendsten und interessantesten Städte Andalusiens gemacht.
|
 |
 |