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Stadtviertel Albaicín
Einen der wichtigsten Punkte in der Stadt ist die Plaza Bib-Rambla. Unweit davon befindet sich die Albaicin, ein Gassenkomplex, in dem sich einst der arabische Markt abspielte.
Der berühmte Albaicín, dem volkstümlichen und malerischen Viertel auf dem Hügel, der wie kein anderer seine maurischen Wurzeln treu geblieben ist. Das Gassengewirr ist eindeutig im maurischen Stil angelegt.
Wenn man durch die engen Gassen ins Herz des Albaicín vordringt, hat man das Gefühl, eine reiche Vergangenheit kennenzulernen mit vielen arabischen und christlichen Bauwerken, die den Betrachter einfach beeindrucken.
Zu bewundern in den Gassen im Albaicín sind vor allem die zahlreichen Cármenes, bezaubernde Häuschen mit Gärten, mit herrlichen Patios voller Blumen und Pflanzen, oder Brunnen und Zisternen, die heute nicht mehr als Wasserquelle benutzt werden. Unter den Bauwerken ist in diesem Viertel vorallem die Kirche San Nicolás hervorzuheben. Vor der Kirche dehnt sich der gleichnamige Platz, Plaza de San Nicolás, aus, der einen phantastischen Ausblick auf die Stadt, die Alhambra und die Sierra Nevada im Hintergrund bietet.
Ein weiterer Aussichtspunkt ist der Platz vor der Kirche San Cristobál. Die Kirche selbst, die aus den Resten einer ehemaligen Moschee errichtet wurde, ist auch sehr sehenswert.
Stadtviertel Sacromonte
Oberhalb des Albaicín liegt das Zigeunerviertel Sacromonte. Wenn man den Strassen folgt, die sich vom Sacromonte aus den Berg hinaufwinden, gelangt man zur Abtei von Sacromonte. Die Abtei birgt in ihrem Inneren zahlreiche Gemälde und Kunstwerke. Teile ihrer Räumlichkeiten wurden vor kurzer Zeit an das Priesterseminar und das Studentenheim des Ordens abgetreten.
Das Kloster von Santa Isabel la Real, ein hervorragendes Bauwerk, das auf kluge Weise den Platereskenstil mit dem Isabelinischen Stil im Innern verbindet. Das Bauwerk wurde auf dem Grundstück des ehemaligen Palastes der zirischen Könige errichtet, ein weiterer Beweis für die innige Verbindung zwischen der maurischen und christlichen Kunst in Granada.
Die Höhlen von Sacromonte
In den Höhlen im Klosterberg von Sacromonte lebten Jahrhunderte hindurch Zigeuner. Viele dieser Höhlen sind heute in Lokale für Touristen umgewandelt, geschmückt mit Keramik und typischen granadinischen Kupferarbeiten, und sind Schauplatz von Flamenco-Veranstaltungen.
Kathedrale
Nach der Rückeroberung im 15. Jahrhunderts verlegten die Katholischen Könige ihren Königshof nach Granada. Darauf wurde alsbald die Errichtung verschiedener Tempel und Bauten von den Monarchen in Auftrag gegeben, die die endgültige Niederlassung des Christentums in der Stadt bekunden sollten. So wurde im Jahre 1523 auf ausdrücklichen Wunsch der Königin Isabel mit dem Bau der Kathedrale begonnen, dessen Errichtung im Jahre 1703 abgeschlossen wurde.
Beim Besuch der Kathedrale ist vor allem die von einem prächtig gearbeiteten, schmiedeisernem Gitter, eingefasste königliche Kapelle La Capilla Real, ein unbedingtes Muss. Hier befindet sich die letzte Ruhestätte der Katholischen Könige. Das Mausoleum ist ein Kunstwerk aus Carrara-Marmor und wurde von einem Italiener geschaffen.
Interessant und sehenswert ist auch die Sakristei in dieser Kapelle, die heute eines der herausragenden Museen der Stadt darstellt mit erlesenen Malereien flämischer Künstler. Auch von aussen ist die königliche Kapelle, ein Anbau der Kathedrale im gotischen Stil, sehr interessant. Mehrere Portale sind in ihrer Fassade eingelassen, wie z. B die Puerta del Colegio auf der Ostseite oder die Puerta del Perdón und San Jerónimo an den Seitenfassaden. Alle Portale sind reich mit Skulpturen verziert und mit Relieffiguren, die den Glauben, die Gerechtigkeit und den Heiligen Hieronymus darstellen.
Die kraftvolle Fassade der Kathedrale sollte durch zwei mächtige Glockentürme unterstrichen werden, letztendlich wurde aber nur einer erbaut, der unvollendet blieb.
Der Reichtum an Baudenkmälern scheint in dieser herrlichen Stadt schier unerschöpflich zu sein.
Eines davon ist die Kirche Iglesia del Sagrario, die auf den Grundmauern der ehemaligen Moschee errichtet wurde. Die Moschee konnte bedauerlicherweise nicht erhalten werden. Unweit dieser Kirche ragt die Iglesia San Juan de Dios aus dem Häusermeer auf, eine der bedeutendsten Barockkirchen Granadas. Die Fassade ist reich mit Flachreliefs und Zierkacheln verziert.
Direkt an die Kirche angegliedert steht das Hospital de San Juan de Dios mit einer nüchternen Fassade. Ein paar Strassen weiter steht die Universität und gleich neben ihr kann man die Renaissance Kirche, Iglesia de los Santos Justo y Pasto bewundern.
La Cartuja
Ein Ort des Ruhens und des Friedens ist das Kartäuserkloster La Cartuja. Das Kloster wurde 1516 von Fernando González de Córdoba gegründet. Besonders gut erhalten geblieben sind die Kirche, die Sakristei und der Kreuzgang. Als erstes fällt das Portal auf, das aus grauem Marmor erbaut wurde und über dem die Statue des Heiligen Bruno thront. Der Kreuzgang beeindruckt durch seine schlichte und einfache Anlage und durch seine reichbestückten Gärten.
Nach dem Refektorium gelangt man in die Sala de San Pedro und San Pablo, einem Saal mit herrlichen Malereien.
Zwischen 1517 und 1519 wurde die Capilla de Legos erbaut, die eines der vollkommensten Exemplare der Spätgotik Granadas darstellt. Anschliessend betritt man den Kapitelsaal, in dem sich früher die Kartäusermönche versammelten und weitere Kapellen, die vom Kreuzgang abgehen. Das Prunkstück der Cartuja ist ein herrlicher Hochaltar mit vergoldeten Holzschnitzarbeiten auf rotem Marmor.
Die Cartuja wurde bis ins Jahr 1836 von Mönchen bewohnt, danach wurden ihnen ihre Ländereien und Besitztümer entrissen.
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