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Despeñaperros
Ohne Zweifel besitzt Jaén alles Notwendige, um den Besuch kurzweilig zu machen. Der Weg von Kastilien nach Andalusien über die Despeñaperros, der Zeuge nicht weniger berühmten Schlachten ist, bietet Gelegenheit, interessante Ortschaften wie La Carolina und Linares zu besuchen. Auf derselben Route bietet sich ein Abstecher nach Baños de la Encina an, wo einem eine perfekt erhaltene arabische Alcazaba und die schöne Pfarrkirche San Marco erwarten.
Süden
Der Süden der Provinz liefert den Anblick der Stadt Alcalá la Real, welche sich zu Füssen des historisch bedeutsamen Komplex von La Mota erstreckt. Pforten und Türme der alten Stadtmauern behüten die Hauptkirche Iglesia Mayor Abacial und die Kirche Domingo de Silos. Das Schloss Alcaudete und die schroffen Hänge der Sierra Mágina vervollkommen den unvergesslichen Eindruck, den man von dieser Gegend der Provinz Jaén gewinnt.
Trotz allem erscheint es undenkbar, die Provinz Jaén zu besuchen, ohne in zweien der vielleicht kennzeichnendsten Städte halt zu machen, nämlich Baeza und Úbeda. Seit der Bronzezeit sind Baeza und Úbeda Hauptschauplätze des allgemeinen geschichtlichen Geschehens.
Baeza
Baeza war Hauptstadt eines riesigen Gebiets unter arabischer Herrschaft. Seine Glanzzeit machte es jedoch im 16. und 17. Jahrhundert durch. Die Steine seiner Gebäude tragen noch heute das Erbe seiner reichen Geschichte.
Der Platz, Plaza del Pópulo ist ein Beispiel dafür. Stellt man sich neben den Löwenbrunnen in der Mitte des Platzes, so wird es einem vorkommen, als reiste man ins Mittelalter zurück. An einem Ende des Platzes erheben sich die Puerta de Jaén und der Bogen Arco de Villalar in seiner ganzen Länge. Zwischen den beiden Denkmälern und dem alten Schlachthaus steht die Casa de Pópulo, der heutige Sitz des Touristenamtes.
Wenn man die Puerta de Jaén durchquert und die Stassen Romanones und Beato Ávila entlanggeht, so erreicht man den Palast Jabalquinto. Seine raffiniert dekorierte Fassade scheint die schlichte Kirche Santa Cruz in den Schatten stellen zu wollen.
In der Nähe des Palastes gewährt die gotische Kirche von Baeza den herrlichen Anblick der Puerta de la Luna, welche aus dem 13. Jahrhundert stammt. Im Zentrum des Platzes fällt der originelle Brunnen Santa Maria ins Auge.
Gegenüber der Kathedrale erhebt sich das ehemalige Universitätsgebäude, in dem heute das Konzilseminar San Felipe Neri seinen Sitz hat. In der Strasse San Pablo scheint die alte Kirche mit den übrigen Palästen und Häusern aus derselben Zeit um die Gunst des Besuchers zu rivalisieren. Man stösst nacheinander auf die Casa Cabrerea und die Casa Acuña und die Paläste Cerón und Condes und ebenso der Palast Carcíez.
An der Strasse Paseo de la Constitución befindet sich der Balcón del Concejo und ganz in der Nähe das wunderbare Rathausgebäude. In Baeza trifft man noch viele andere einzigartige Gebäude an. Unter den Klöstern ist vor allem das von San Francisco hervorgehoben.
Úbeda
Úbeda galt 200 Jahre lang als Wahrzeichen des Kampfes gegen die Mauren. Nachdem es im Jahre 1234 für die Krone erobert wurde, wandelte sich das um die Herrschaft neu eroberten Reiches.
In wenigen Zeilen die einzelnen Sehenswürdigkeiten von Úbeda aufzuzählen, ist schier unmöglich. Wir empfehlen dem Leser, einen Rundgang zu Fuss zu machen, der es ihm erlaubt, einige der repräsentativsten Schätze der Stadt zu entdecken.
Die Kapelle Sacra Capilla del Salvador, gleich neben dem Spital Honrados Viejos, ist vielleicht eines der beeindruckendsten Gebäude. Die auffallendsten Elementen sind das Südtor und ein herrlicher Turm mit byzantinischem Aufsatz. An demselben Platz befindet sich auch der Parador Nacional von Úbeda. Er wurde 1930 eingeweiht, und war seinerzeit der Wohnsitz von Dean Ortega.
Ganz in der Nähe können wir die Fassade der Kirche Santa Maria de los Reales Alcazares bewundern. Der Kirche gegenüber liegt der Palast Palacio de las Cadenas, der in seinem Innern eine beeindruckende Kunstsammlung Valdeviras birgt.
An dem Platz Primero de Mayo erhebt sich die Kirche San Pablo, die zusammen mir der Kirche Iglesia de la Trinidad, dem Spital Santiago, der Casa de las Torres sowie anderen Palästen und Denkmälern die alle einen Besuch wert sind.
Sierra Cazorla
Die Sierra de Cazoral gehört zu den Geheimtipps, die sich herumsprechen beginnen. Fernab der Hauptreisrouten liegt dieses Gebirge. Nicht selten treffen hier Warm- und Kaltluftmassen zusammen und es kommt zu Gewittern und starken Regengüssen.
Der Wasserreichtum ist verantwortlich für die grosse Pflanzenvielfalt des Gebirges. Mehr als 1100 Arten kann man hier finden. Aber nicht nur seltene Orchideen bietet das Naturschutzgebiet, auch die Tierwelt der Sierra ist ungewöhnlich. Mit etwas Glück lassen sich Hirsche, Steinböcke und Wildschweine beobachten. Einfacher ist es, die schwebenden Greifvögel zu entdecken: Adler, Milan, Sperber, Falken, Gänsegeier und den seltenen Bartgeier.
Es gibt zwei Möglichkeiten, in die Sierra de Cazorla und die sich anschliessende Sierra de Segura zu gelangen. Der erste Weg führt über die Stadt Cazorla. Die zweite Route geht von Úbeda nach Nordosten bis Villanueva und hier nach rechts, entlang des Flusses Guadalquivir zum Ort Tranco.
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