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Wenn man nach Andalusien reist, wird man wahrscheinlich auch nach Málaga kommen. Es gibt inzwischen auch internationale Flugverbindungen nach Sevilla und Almeria, doch die Metropole der Costa del Sol bleibt Verkehrsknotenpunkt und ökonomisches Zentrum der Region. Málaga ist eine moderne, hektische Grossstadt mit 560'000 Einwohnern, nach Sevilla die zweitgrösste Andalusiens. Ein privilegierter Fleck im Süden der Halbinsel, Ziel von Millionen von Touristen.

Málaga die Provinzhauptstadt dieser paradiesischen Küste, ist eine fröhliche Stadt, die ihr Aussehen hat ändern müssen, um dem Tourismus Platz zu machen. Doch Málaga besitzt auch eine lange und zutiefst in ganz Andalusien verwurzelte Vergangenheit. Málaga bietet den Touristen einiges mehr als Sonne und Strand, es ist eine lebendige Kultur, die sich in interessanten Denkmälern widerspiegelt, eigene Bräuche leben und die Tradition am Leben gehalten haben. Ausserdem überwältigt diese Provinz auch mit ihrer landschaftlichen Schönheit.

Der Charakter ihrer Einwohner und das kochende Leben in den Strassen erwecken den Eindruck, als gäbe es in diesen Dörfern unentwegt etwas zu feiern. Doch die Einwohner der Gegend hüten ihre Traditionen und weisen auf bestimmte Tage auf dem Kalender hin, wie zum Beispiel im August die Feria von Málaga oder im Februar den Karneval. Die Einwohner Málagas geben sich bei ihren Festen ganz und gar hin, seien es lokale Feiern oder religiöse, welche wahrlich ein Schauspiel von Farben und Gefühlen sind.
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Die brodelnde Lebendigkeit und Internationalität der Hafenstadt wird stolz als Ausdruck andalusischer Lebensfähigkeit gefeiert. Man spricht in Málaga schnell und lacht viel und ist gewandt im Umgang mit vielen Fremden. Das milde Seeklima Málagas ist berühmt. Selbst im Winter gibt es hier viele warme Tage. Schnee ist ein Jahrhundertereignis. Die Berge im Norden schützen vor Wind, Regen und Kälte.

Um einen kurzen Überblick über die Geschichte Málagas zu bekommen, begeben wir uns zurück ins 7. Jahrhundert v. Chr. ins Zeitalter der Phönizier. Nach der Besetzung der Stadt durch die Römer beginnt Málaga an Bedeutung zu gewinnen. Die Stadt erhält Rang innerhalb des Reiches. Doch wenn es eine Epoche gibt, die den Charakter und die Physiognomie Málagas entscheidend geprägt hat, so ist es die der maurischen Herrschaft. Zahlreiche Gebäude wurden errichtet, der Entwurf der Stadt erhielt seine heutige Struktur, und es setzt eine Stabilitätsperiode ein, die erst im Jahre 1487 bei der Rückeroberung durch das Königspaar Isabella und Ferdinand zu Ende geht. Die nächsten 200 Jahre waren unheilvoll für Málaga. Moriskenaufstände, Erdbeben, Überschwemmungen und Seuchen suchten die Einwohnerschaft heim. Doch im 18. Jahrhundert brach dank der Liberalisierung des Handels mit Amerika erneut eine glückliche Zeit an, die sich im 19. Jahrhundert durch die Entwicklung der Eisenhütten- und Textilindustrie fortsetzte. Später versank die Stadt und die gesamte Provinz in einer anhaltende Periode des Niedergangs, die bis in die 60er Jahre hinein dauerte, als der Fremdenverkehr, der heute eine der wichtigsten Einnahmequelle Málagas bildet, seinen grossen Aufschwung erlebte. Der Tourismus hat die Infrastruktur der Stadt und den Dienstleistungssektor betreffenden Änderungen enorm beeinflusst, so erfuhren das Transportnetz und die Kommunikationswege entscheidende Verbesserungen.

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