|
|
 |
Nur 8 km von Sevilla entfernt befindet sich Santiponce, mit den großartigen römischen Ruinen von Itálica. Mitten im Ort hat man ein Theater aus Römerzeiten freigelegt. Etwas abseits der Häuser erstreckt sich das Ausgrabungsgelände von Itálica, der ältesten römischen Gründung in Andalusien.
Italica wurde 206 v.Chr. von Publius Cornelius Scipio gegründet, die römischen Kaiser Trajan und Hadrian wurden hier geboren. Itálica war während der Römerzeit eine bedeutende Stadt, die sich ständig ausdehnte. Der geringste Teil ist bisher ausgegraben. Erhalten geblieben sind das kolossale Amphitheater, ein Theater und Reste der Wohnsiedlungen. Ein Großteil der hier gefundenen Statuen, Mosaike und anderen Objekte sind heute im Archäologischen Museum von Sevilla und im Palast der Condesa de Lebrija ausgestellt.
Aus dem römischen Itálica, das im Mittelalter fast völlig vergessen geraten war, steht der heutige Ort Santiponce. Nach einer Überschwemmung des Guadalquivir im 17. Jahrhundert bedienten sich die Einwohner von Santiponce der Ruinen der Römerstadt, um ihre Strassen zu pflastern und ihre Häuser wieder aufzubauen.
86 Kilometer von Sevilla entfernt liegt das Dorf Osuna . Osuna ist ein Herzogtum.
Die Stadt Osuna, eine iberische Gründung, wurde auf Betreiben Julius Cäsar erstmals zum lebendigen Zentrum der Region.
Nach der Reconquista begann für Osuna die Blütezeit. Die Herzöge von Osuna, eines der ersten Adelsgeschlechter Spaniens, machten ihre Stadt im 16. und 17. Jahrhundert zu einem hochgeachteten Mittelpunkt von Kunst und Geschichte. 1549 gründeten sie die Universität, deren Ruf der Welt des Wissens weit über die Grenzen Spaniens hinausdrang.
Eine jahrtausend alte Siedlung liegt 38 km von Sevilla entfernt. Carmona, die andalusische Kleinstadt hat Atmosphäre und kann mit einem grossen Reichtum an Sehenswürdigkeiten aufwarten.
Die Fundamente der Puerta de Sevilla bestehen noch aus römischem Mauerwerk. Nahe dem Hauptplatz im Innenhof des Ayuntamiento, dem Rathaus kann man kostbares römisches Mosaik besichtigen.
Im Stadtviertel befindet sich die ehemalige Alcázar von Carmona, einer Almohadenburg, die Peter der Grausame ausbaute, aber 1504 bei einem Erdbeben weitgehend zerstört wurde.
Écija liegt an der Grenze der Provinzen Sevilla und Córdoba. Diese traditionelle herrschaftliche Stadt verfügt über zahlreiche schöne Palast-Bauten, wobei die Paläste der Marqueses de Peñaflor und Condes de Valverde besonders hervorstechen. Die Bedeutung der Stadt unter den Mauren, wird von den großartigen arabischen Bädern unterlegt. Von Interesse sind auch die Reste der Stadtmauern, von denen unter anderem die beiden Tore Puerta del Puente und Puerta Cerrada erhalten sind.
Im Volksmund wird Ecija die «Stadt der Türme» genannt, wegen der zahllosen Kirchtürme, die seine Silhouette prägen. Künstlerisch besonders wertvoll sind das Convento de las Teresas, die Kirche Iglesia de Santiago, das Archäologische Museum der Pfarrei Santa Maria.
|
 |
 |