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Kathedrale
Giralda 
Die Giralda stammt von der Wetterfahne auf der Turmspitze her, die als Giraldillo bezeichnet wird und die eine sinnbildliche Statue auf der äussersten Spitze krönt und deren Bedeutung der Triumph des Glaubens ist. In der Tat ist Giraldillo auf der Turmspitze eine Kopie, die Original Wetterfahne befindet sich an der Tür Puerta del Bautismo in der Kathedrale. Die Mischung der verschiedenen Kulturen, die Sevilla im Laufe der Geschichte bewohnt haben, findet in der Giralda ihren glanzvollsten Ausdruck. Der Turm erhebt sich auf römischen Steinen, die als Grundlage dienen aber auch die Araber bauten an diesem wundervollen Wahrzeichen mit. Damals krönten vier übereinander angebrachte Bronze-Kugeln die Giralda, die jedoch während eines Erdbebens 1356 zerstört wurde.
Als Folge davon wurde der Turm 1558 mit architektonischen Elementen der Kaiserzeit bestückt.
Im oberen Abschnitt der Giralda, in etwa 70m Höhe, befindet sich heute ein vortrefflicher Aussichtsplatz. Man erreicht den Ausguck über mehr als dreissig Rampen, die spiralförmig nach oben führen. Angeblich soll der Eroberer San Fernando die Rampen zu Pferd betreten haben.
Kathedrale 
Die Kathedrale ist der ganze Stolz Sevillas wegen ihrer Schönheit, ihrer reichhaltigen architektonischen Elemente und wegen ihrer gewaltigen Ausmasse. Damit man sich eine Vorstellung von den gigantischen Ausmassen machen kann, sollte man sich ein paar Zahlen vor Augen halten: 130m Länge, 76m Breite, 68 Kuppeln, 93 Glasfenster, 40 Säulen und 56m Höhe am höchsten Punkt des Kreuzbogens. Mehr als hundert Jahre waren nötig, um diesen kolossalen Dom in der Zeit zwischen 1402 und 1519 zu errichten. Eine Bauzeit von Zwischenfällen und Verzögerungen, wie zum Beispiel der Einsturz der Kuppel im Jahre 1511.
Zahlreiche Künstler waren an dem Bau und der Gestaltung der Kathedrale beteiligt. Die Kathedrale von Sevilla ist eines der gewaltigsten Bauwerke der Christenheit, die grösste gotische Kirche der Welt. Von allen Räumen, Kirchenschiffen und Kapellen ist die Hauptkapelle am herausragendsten. Mit seinen 220m2 zählt der Altar zu den grössten Schätzen des Tempels. Mehr als 25 Künstler waren an seinem Entstehen in 1482 und 1533 beteiligt. Die Geschichte wird mit weit über tausend Figuren dargestellt.
Einen besonderen Platz nimmt die Figur der Heiligen Maria de la Sede ein, Schutzpatronin der Kathedrale. Der Schatz der Kathedrale befindet sich in der Hauptsakristei und enthält wertvolle Kunstwerke. In der Sacristia de los Cálices, der Kelch-Sakristei hängen Gemälde von unermesslichem Wert von Goya, Murillo, Zurbaráran oder Valdés Leal. Ebenfalls lohnt es sich die Skulpturen-Gruppe um das Grabmahl des Christoph Kolumbus anzusehen, einem Mausoleum zu Ehren des Entdeckers mit einer Malerei des Heiligen Christoph.
Die Kathedrale hat dem Besucher noch mehr zu bieten, ihre Portale. Zur Avenida de la Constitución liegen drei davon. Das Portal Puerta de la Asunción stammt aus dem 19. Jahrhundert, und die der Geburt und der Taufe Christi gewidmeten Portale Puerta del Bautismo und Puerta del Nacimiento stammen aus dem 15. Jahrhundert. An anderen Fassadenseiten befinden sich die Portale: Puerta de San Cristóbal, Puerta de las Campanillas und die Puerta de los Palos sowie die Puerta de los Principes . Am eindruckvollsten ist jedoch das Portal der Gnade, die Puerta del Perdón, das von Skulpturen des heiligen Petrus und Paulus eingerahmt wird.
Wenn man durch dieses Portal hindurchschreitet, betritt man eine weitere Stätte Sevillas, mit einer enormen Anziehungskraft, den Orangenhof oder Patio de los Naranjos. Es handelt sich hierbei um den beeindruckenden Kreuzgang der Kathedrale, der einst auch als Moschee, als Innenhof diente. Dieser zurückgezogene Ort der Ruhe besitzt einen eigenen Zauber, den der Lauf der Jahrhunderte und den Touristenströme nicht verändert haben.
Kirchen
Iglesia del Salvador
Besichtigung tgl. 18:30 bis 21:00.
Die hinter der Kathedrale größte Kirche Sevillas, in barockem Stil. Sie wurde im 18. Jahrhundert über der Ruine einer maurischen Moschee, von der heute nur noch ein Turm erhalten ist, errichtet. In der Kirche befinden sich bedeutende Skulpturen von Martínez Montañés und Juan de Mesa.
Hospicio de los Venerables
Besichtigung tgl. 10:00 bis 14:00 und 16:00 bis 20:00.
Barock-Kirche aus dem Jahr 1675, befindet sich im Herzen des Barrio Santa Cruz. Das Fundament ist unregelmäßig um einen Arkadenhof herum angelegt.
Hospital de la Caridad
Besichtigung Mo-Sa 10:00 bis 13:00 und 15:30 bis 18:00. Sonn- und Feiertags keine Besichtigung.
Barock-Kirche aus dem 17. Jahrhundert mit einer bedeutenden Sammlung von Kunstschätzen, unter anderem Arbeiten von Valdés Leal und Murillo. Diese Kirche gehört der Brüderschaft de la Caridad, aus dem 11. Jahrhundert, die sich der Bestattung der Hingerichteten widmete, und wurde 1644 unter deren Vorsitzenden Miguel de Mañara neugestaltet. Miguel de Mañara soll das Vorbild für die legendäre Romanfigur des «Don Juan» gewesen sein.
Hospital de Nuestra Señora de la Paz
Diese große Kirche mit einer Fassade aus dem 16. Jahrhundert, die von zwei mit Keramikarbeiten verzierten Glockentürmen aus dem 18. Jahrhundert flankiert wird, wird heute als Spital verwendet. In ihrem Inneren sind die Kanzel aus dem 16. Jahrhundert und der neoklassische Hauptaltar erwähnenswert.
Iglesia de Santa Ana
Vorwiegend im Renaissance-Stil, mit Mudejar-Elementen.
Iglesia de San Luis
Eines der herausragendsten Beispiele des sevillanischen Barock-Stils, errichtet im 17. Jahrhundert.
Templo y Museo de la Anunciación y Panteón de Sevillanos Ilustres
Die alte Universitäts-Kirche, im Renaissance-Stil, mit bedeutenden Skulpturen und Gemälden.
Basílica de la Macarena
Ein ungewöhnliches Bauwerk jüngerer Konstruktion, beherbergt die Statue der Jungfrau Macarena, die bei der wohl berühmtesten Oster-Prozession Sevillas mitgeführt wird. Neben der Kirche finden sich Reste der alten römischen Stadtmauer.
Templo del Gran Poder
In ihr befindet sich eine der bekanntesten Skulpturen in der Stadt, der «Cristo del Gran Poder» von Juan de Mesa.
Iglesia de San Esteban
In gotischem Mudejar-Stil, mit Gemälden von Zurbarán.
Iglesia de Santa Catalina
Mudejar-Konstruktion aus dem 14. Jahrhundert, errichtet über einer maurischen Moschee, von der noch das Minarett und einige Bögen erhalten sind.
Iglesia de San Marcos
In gotischem Mudejar-Stil, ebenfalls mit dem Minarett einer Moschee, über der die Kirche errichtet wurde.
Iglesia de Santa Maria la Blanca
Ursprünglisch eine Synagoge, wurde später in eine christliche Kirche umgeweiht und im 17. Jahrhundert im Barock-Stil neugestaltet. Beherbergt bedeutende Gemälde, unter anderem von Murillo.
Iglesia de Omnium Sanctorum
Ein Tempel aus dem 14. Jahrhundert, mit einem maurischen Minarett.
Capilla de San José
Barockes Meisterwerk.
Iglesia de Santa Maria Magdalena
Ein großartiges Barock-Bauwerk mit sehenswerten Wandgemälden von Lucas Valdés.
Capilla del Antiguo Seminario
Kapelle in gotischem Mudejar-Stil.
Capilla del Patrocinio
Diese Kapelle beherbergt das großartige Gemälde des «Cristo de la Expiración».
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