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Reales Alácares

Die Maurenfestung Reales Alcázares ist nicht zu übersehen im Stadtzentrum Sevillas. Die Anlage besteht aus mehreren Gebäuden und verschiedenen Innenhöfen, den Patios. Trotz der verschiedenen Veränderungen und Umgestaltungen, bleibt es ein hervorragendes Beispiel für die spanische Mudéjaren Baukunst.
Heutzutage ist von der ursprünglichen Maurenanlage nur noch die Wehrmauer erhalten sowie das Löwentor, die Puerta del Léon, durch das der Besucher von der Plaza de Triunfo eintritt. Dann anschliessend betritt man den Patio del León, den Hof des Löwen in dem sich der mächtige Palast des Königs Pedro erhebt, der die Hauskapelle der Katholischen Könige beherbergt mit einem typischen Altar, der mit sevillanischer Kunst verziert ist.
Anschliessend gelangt man in den Patio de las Doncellas, der zu Zeiten der Araber den Hauptaufenthaltsort seiner Bewohner bildete und einen Schauplatz für das öffentliche Leben abgab. An diesem schönen Innenhof schliesst sich der mit Motiven aus der Renaissance geschmückte Saal Carlos V. an und die Gemächer der Maria de Padilla, Gemahlin des Königs Pedro. Der Botschaftersaal, Salón de los Embajadores ist wohl das bedeutendste Gebäude innerhalb des Palastes der Reales Alcázares, mit prunkvollen Verzierungen, die ebenfalls von König Pedro in Auftrag gegeben wurden. Besonders eindrucksvoll ist die Kuppel aus dem 15. Jahrhundert. Sehr erwähnenswert ist auch die Ahnengalerie der Könige in diesem Saal. Von Recaredo bis Felipe II. sind alle Kastilischen Könige mit ihren Wappen und angegebenen Regierungszeiten vertreten.
Von hier aus gelangt man in den Patio de Muñecas, der im Gegensatz zum Patio de las Concellas dem privaten Leben vorbehalten war. Als krönender Abschluss des Besuches dieses herrlichen Palastes bietet sich ein Spaziergang durch die Gärten des Alcázar, die von keinem Palast in Sevilla wegzudenken sind. Die ausgedehnten Parkanlagen, eine Kombination aus Arabischer-, Mudejar- und Renaissancekunst, sind ein Ausdruck für die Vorliebe für Licht und Farben. Im Laufe der Zeit wurde die reichhaltige Vegetation der Gärten mit Säulenhaltern, Statuen, Springbrunnen und sogar mit einem Irrgarten geschmückt. Was an anderen Orten als zu gegensätzlich erscheinen würde, in Sevilla ist es der wahre Ausdruck der andalusischen Gesinnung.
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Casa Pilatos

Die Casa de Pilatos ist neben dem Alcázar der prachtvollste Stadtpalast Sevillas und des Mudéjarstils. Die Verschmelzung von maurischer Dekorationstradition mit Mass und Form der Renaissance ist in diesem Palast der Herzöge auf besondere Weise gelungen. Der Zusammenklang von offenen und geschlossenen Räumen, abstrakten Elementen und menschlichen Figuren scheint hier jenseits aller ideologischen Abgrenzungen nur dem Sinn der Schönheit zu gehören, der sich sichtbar wie selten in Andalusien am antiken Humanismus orientiert.
Bei der Plaza de Pilatos steht das Denkmal des Malers Zurbáran. Schräg gegenüber befindet sich das Tor zum Palastbezirk, der in den Eingangshof führt. Ein weiteres Tor öffnet sich zu einem Renaissancehof mit einem Springbrunnen in der Mitte. In den Ecken des Patios stehen vier römische Statuen. Es gibt in den umliegenden Räumen weitere Skulpturen aus der Antike zu sehen. Aus dem 1. nachchristlichen Jahrhundert stammt ein freizügiges römisches Relief: Leda und der Schwan, die Eltern der schönen Elena.
Den stärksten Eindruck hingegen machen Schönheit, Vielfalt und Ausmass der Kachelwände, die nicht nur die Innenräume schmücken, sonder auch die zum Garten zeigenden Aussenmauern. Die Decke ist mit dunkel glänzenden Kacheln, sogenannten azulejos bedeckt und von einer Kuppel überkrönt. All die grosszügige und kühle Pracht wirkt dennoch schlicht, auf kostbare Weise einfach.
Im ersten Stock werden die Wohnräume einer Adelsfamilie geführt, die mit starren Portraits und dunklem Mobiliar ausgestattet sind.
1519 nach Christus schloss man die Bauarbeiten des jahrzenhnte zuvor geplanten Palastes ab. Bauherr war der erste Marqués von Tarifa mit Namen Ribera. Er hatte sich lange Zeit zuvor in Jerusalem aufgehalten und wollte der Legende nach das Haus des berüchtigten römischen Stadthalters Pilatus nachbauen lassen. Obwohl es ihm nicht gelungen war überlebte dennoch der Name des Hauses.
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Erzbischöflicher Palast

An der Ostseite der Kathedrale vorbei kommt man zu einem eleganten Platz mit einem Brunnen in der Mitte, der Plaza Virgen de los Reyes. Gegenüber steht der Erzbischöfliche Palast. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts mit einem prachtvollen barocken Eingangstor.

San Telmo

Nahe der Brücke Puente de San Telmo steht dunkel und schlicht der Palacio de San Telmo, ein Bauwerk des Meisters Leonardo de Figueroa. Das Portal dieses Gebäudes ist im Schnörkelbarock angelegt mit der Figur des Schutzheiligen der Schiffahrt, der von sinnlichen Darstellungen umgeben ist.
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Giralda