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Sevilla ist eine zauberhafte und romantische Stadt mit einer Fröhlichkeit und Lebensfreude, die den Besucher ansteckt. Unendlich scheint die Fülle an historischen Bauwerken in dieser Stadt. Neben ihren grossartigen Bauwerken und Monumenten liegt der Reiz der Stadt - wie dies so oft bei Grossstädten der Fall ist - gerade in all den Dingen begründet, die man nicht besichtigen kann. Die Sevillaner sind ein fröhlicher Menschenschlag. Vielleicht liegt es am milden Klima oder weil sie sich bewusst sind, dass sie an einem wunderschönen Ort leben. Sie sind lebensfroh, übertrieben und lieben es zu schwatzen. Und das tun sie ausgiebig und mit ihrem typischen andalusischen Akzent, den der Besucher ungewollt bald annimmt. Aber vor allem sind die Sevillaner in ihrer Heimat perfekte Gastgeber, wie es einer Stadt zusteht, die es verstanden hat, sich den Rhythmus des Fortschrittes anzupassen, ohne dabei auf ihre Ursprünge zu verzichten, die der ganze Stolz ihrer Bürger sind.

Sevilla ist Regierungssitz der Region Andalusien und mit mehr als 700'000 Einwohnern zugleich deren grösste Stadt. In ihr sammeln sich all die Vorzüge des Landes als städtischer Reiz, was nicht über viele Hauptstädte gesagt werden kann. Aber Sevilla ist mehr als das Zentrum der südspanischen Region: Sevilla zählt zweifellos zu den beliebtesten Städten für Spanien-Touristen. Sevilla ist elegant und offenherzig. Verschwenderisch und grosszügig wirkt die Stadt, die alles hat, was man sich für einen Aufenthalt wünscht. Prächtige Parkanlagen zum Spazieren gehen, ein Flussufer mit Promenade und Bar-Terrassenplätze, auf denen man sich treffen kann. Plätze die zum träumen einladen, und unvergessliche Paläste mit kühlen luftigen Patios und reichem Dekor.
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Seit ihrem Entstehen schien Sevilla dafür bestimmt zu sein, eines Tages die grossartigste Stadt zu werden, die sie bis heute ist. Aus der Geschichte wissen wir vielleicht, dass sie von Herkules gegründet wurde. Die Phönizier sahen in Sevilla einen idealen Platz für ihre Handelsgeschäfte, erlagen aber den Karthagern, die sich ihre Herrschaft über Sevilla sicherten. Schliesslich eroberten die Römer im Jahre 206 vor unserer Zeitrechnung die Stadt. Hiervon findet man noch hinreichende Spuren von Itàlica, einer archäologischen Stätte aus der Zeit der Römer mit Mosaiken, Skulpturen, einem Theater und einem Amphitheater, die beide länglichrund angelegt sind. Die Zeit der Westgoten brachte der Stadt eine grosse kulturelle Blüte, die auch mit der Eroberung der Mauren im Jahre 712 weiter anhielt. Die Araber tauften die Stadt in Isbiliah und den alten Fluss in Guad el Kevir, aus denen die heutigen Namen abgeleitet wurden. Sie errichteten herrliche Bauwerke in der Stadt, die heutzutage das grossartige Kulturerbe Sevillas ausmachen. Fernando III. der Heilige führte im Jahre 1248 die Reconquista, die Rückeroberung der Stadt an. Mit der später erfolgenden Entdeckung Amerikas erlebte die Stadt eine Epoche grossen Ruhmes und ausserordentlicher Pracht. Sevilla verwandelte sich in die Hauptstadt, ins Tor zur neuen Welt, zur führenden Stadt im Handel mit dem neuen Kontinent. Im Jahre 1717 wurde jedoch die Casa de Contratación, das ehemalige staatliche Handelshaus von Sevilla nach Càdiz verlegt, womit Sevilla seine Monopolstellung verlor und seine Bedeutung als erste Handelsstadt schwand.

In 20. Jahrhundert begann ein neuer Aufschwung für die Stadt, zunächst 1929 mit der Ibero-amerikanischen Ausstellung und schliesslich 1992 die Weltausstellung der Expo 92, deren zahlreiche Gebäude und Anlagen auf dem Gelände des ehemaligen Kartäuserklosters errichtet wurden. Heute werden die Einrichtungen und Anlagen teilweise als Vergnügungspark und für kulturelle Veranstaltungen benutzt.

Die Expo 92 hat der Welt nicht nur eine erneuertes, dynamisches Bild Sevillas vorgestellt, sondern der Stadt auch enorme technische Fortschritte gebracht. Wie etwa den neuen Schnellzug AVE, der die Strecke Sevilla - Madrid in knapp drei Stunden zurücklegt. Aber Sevilla ist mit seinen über 700'000 Einwohnern auch ein bedeutender Flusshafen, auch der Flughafen San Pablo spielt eine gewichtige Rolle in nationalen und internationalen Luftverkehr. Die Neugestaltungen und Verbesserungen der Verkehrsbedingungen haben Sevilla keinesfalls seinen Charme genommen. Ganz im Gegenteil, die Anziehungskraft der Stadt ist dadurch nur noch gewachsen. Heute bedeutet ein Rundgang durch die Stadt ein Liebäugeln mit den neuen und alten Werten Sevillas, sich von seiner überschäumenden Lebensfreude und Heiterkeit betäuben zu lassen oder vor seinen überwältigenden Kunstschätzen zu verstummen.

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Giralda